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Stachelbeere

Die Stachelbeere (Ribes uva-crispa) ist ein zu den Stachelbeergewächsen (Grossulariaceae) gehörender, winterkahler Strauch Nord- und Mitteleuropas. Es ist eine sogenannte „Beerenfrucht“.
In Österreich sind auch die volkstümlichen Bezeichnungen Ågråsl, Ogrosl, Mungatzen, Mei(t)schg(a)le und Mauchale gebräuchlich. In der Schweiz gibt es die volkstümlichen Bezeichnungen Chrosle oder Chruselbeeri.
Früher wurde die Stachelbeere auch als Klosterbeere bezeichnet.
Herkunft
und Geschichte
Die Stachelbeere hat ihren Ursprung wahrscheinlich im
Himalayagebiet. Kultiviert wird diese Obstart seit dem
14. oder 15. Jahrhundert. Besonders im England des 18.
und 19. Jahrhunderts erlebte die Stachelbeere ihre
Blütezeit. Innerhalb weniger Jahrzehnte wurden damals
über 400 Sorten gezüchtet, welche sich nach und nach
über ganz Europa verbreiteten. Im 20. Jahrhundert
erlebte der Stachelbeeranbau durch die Einschleppung des
Amerikanischen Stachelbeermehltaus einen enormen
Einbruch von welchem sich diese Obstart trotz vieler (teil-)resistenten
Neuzüchtungen bis heute nicht erholt hat.
Beschreibung
Der Strauch wird zwischen 60 und 120 cm hoch. Die Zweige
besitzen ein- bis dreiteilige Stacheln. Die weißen
Blüten stehen meist einzeln, nur selten zu zweit bzw.
dritt.
Blühender Zweig der Wildform
Blühender Zweig der Wildform
Die saftigen Beeren haben etwa 10 - 20 mm im Durchmesser
und haben eine weißlich-grüne, gelbe oder rote Farbe.
Sie enthalten im rohen Zustand sehr viel Vitamin C. Die
Reifezeit ist von Juni bis August.
Sorten
* 'Achilles': violett-rote bis rote Frucht, guter
Geschmack, mitteldicke Schale, leicht pflückbar, hoher
Ertrag, sehr stark anfällig gegenüber Amerikanischen
Stachelbeermehltau, mittlere Bestachelung
* 'Invicta': grün, mittelgroß, ovale Früchte mit dicker
Schale, hoher Ertrag, leicht pflückbar, kurze weiche
Stacheln, mehltaufest
* 'Pax': rote, leicht behaarte Frucht, widerstandsfähig
gegen Mehltau
* 'Xenia': hellrote, große Frucht, etwas mehltauanfällig,
schwacher Wuchs, guter Geschmack
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